»Haus Wahnsinn«
Es ist die große Opernproduktion der Hochschule für Musik Karlsruhe im Herbst 2025: »Haus Wahnsinn«. Die Musik stammt von Gluck, Rossini, Wagner und Rihm. Der Abend besteht aus zwei selbständigen Teilen, die dennoch subkutan miteinander verwoben sind.
Im ersten Teil (Regie: Lois Heïrman) steht das Thema »Opfer« im Mittelpunkt. Die Inszenierung ist als Triptychon gestaltet, bei dem drei zentrale Fragen behandelt werden: Was bedeutet es, geopfert zu werden? Was bedeutet es, sich selbst zu opfern? Kann ein Opfer befreiend sein? Im zweiten Teil (Regie: Rebecca Gärtner) trifft der späte Rossini auf den frühen Wagner. Rossinis Guglielmo Tell (1829), die erste Grand Opéra und zweifellos ein Stück von romantischem Zuschnitt, geht eine Mischung ein mit Wagners Das Liebesverbot (1836). Für Überraschungen ist gesorgt.
Die Aufführungen finden am 2., 5., und 7. November 2025 im Wolfgang-Rihm-Forum auf Campus One | Schloss Gottesaue statt. Es spielt das Orchester der HfM Karlsruhe unter Leitung von Prof. Alois Seidlmeier, ergänzt durch Studierende der Schlagzeugklasse Prof. Vanessa Porter. Es singen Studierende der HfM Karlsruhe.
Das Programmheft mit allen Mitwirkenden und weiteren Informationen finden Sie hier.
Pressestimmen
Isabel Steppeler in den Badischen Neuesten Nachrichten, 6. November 2025
»Es ist diese unorthodoxe Verbindung von Klassikern und Moderne, von Kontrasten und Gemeinsamkeiten, die den Abend erfrischend, faszinierend wie auch fordernd macht.«
»Ein beherztes Stück Opernexperiment – mit Mut, Witz und einer Prise sympathischen Übermuts«
»Die Ausführenden haben diesen ›Wahnsinn‹ unter der musikalischen Leitung von Alois Seidlmeier mit glühender Hingabe mit Leben gefüllt.«
Sven Scherz-Schade in der Neuen Musikzeitung, Dezember 2025/Januar 2026
»Gab es noch nie: Ein Pasticcio, ausgehend von Richard Wagners Werken. […] Wie gesagt: anspruchsvoll. Aber vielleicht deshalb genau das richtige für Studierende, die im Studium tiefer und durchaus experimentierfreudig ins musikgeschichtliche Erbe eintauchen sollen. Ebendies hat das Karlsruher Opernprojekt ›Haus Wahnsinn‹ unternommen.«
»So aufwändig wie das diesmal im Wolfgang-Rihm-Forum realisierte ›Haus Wahnsinn‹ war die jährliche Opernproduktion noch nie.«
»Bislang hat RIWA 26 wunderbar gezeigt, dass Wagner bis heute ein Komponist ist, an dem man sich reiben kann und abarbeiten sollte.«
»Wagners Bedeutung ist nicht nur eine musikalische. Er ist ideologisch belastet […]. Studierende müssen diese historische Reflexion mitlernen und – egal, ob in der künstlerischen, musiktheoretischen oder journalistischen Auseinandersetzung – in die kommende Generation weitertragen. RIWA 26 war hierfür bislang beste Voraussetzung, dass das gelingt.«
Christine Gehringer im Pamina Magazin, 04. November 2025
»Großartiges Musiktheater – und ein ungewöhnliches noch dazu.«
Aus einem Brief von Wagner-Urenkelin Dagny Beidler über die Dernière am 9. November 2025:
»Was für ein beeindruckendes, vielseitiges, anregendes und damit unvergessliches Wochenende! So viele Eindrücke in ganz kurzer Zeit! Es wird mich noch lange beschäftigen.
Es war ein faszinierender Theaterabend. Je länger ich mich damit auseinandersetze, desto überzeugter bin ich vom Konzept.
Überraschend fand ich den Rihm-Auszug aus Tutuguri, der den Bezug zu unserer Zeit herstellt: die Verzweiflung und Erschütterung des 20. Jahrhunderts. Besonders berührend fand ich, dass ›Isoldes Liebestod‹ den Menschen die Möglichkeit zu einem neuen Verhalten den anderen gegenüber eröffnet.
Ebenfalls überzeugend war das Bühnenbild, weil es vielen Darstellungsmöglichkeiten Raum liess. Überhaupt wurden viele Aspekte der Präsentation angewendet. Das grosse Engagement des Ensembles war den ganzen Abend fühlbar.
Der zweite mit seinem sehr aktuellen Protest gegen Einschränkung, Unterdrückung und Gewalt kam nicht bedrückend, sondern eher spritzig daher. Ich war erstaunt, dass sich Wagner so nahtlos in Rossini einfügte. Der Schlusschor an der Rampe mit dem zentralen Ruf nach ›Liberté‹ rüttelte das Publikum auf.«
Rebecca Gärtner
geboren 1998, entdeckte ihre Leidenschaft für Oper über das Harfenspiel und erste Erfahrungen in der Statisterie an der Staatsoper Hannover. Nach Praktika in der Opernabteilung und einem Jahr Studium der Musikwissenschaft und Italianistik in Halle/Saale arbeitete sie als fest angestellte Regieassistentin am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg, wo sie ihre erste Regiearbeit – die Kinderoper Gold! – realisierte. Seit 2022 studiert sie MusikTheaterRegie an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Während des Studiums führte sie Regie bei der Uraufführung von HOW TO DIE I 29 MINUTES am Staatstheater Kassel , sowie bei Così fan tutte und Polnische Hochzeit (beim Jungen Kollektiv MusikTheater e.V.). Foto Elias Bayha
Loïs Heirman
geboren 2001, hat einen Master in Theaterwissenschaft an der Universität Gent abgeschlossen und beendet mit Iphigenia im Rahmen von Haus Wahnsinn ihren Master in MusikTheaterRegie an der HfM Karlsruhe. Über ein Erasmus-Programm in Theatre Making an der University of Kent sowie durch Praktika in Regie und Dramaturgie (Opera Ballet Vlaanderen, Kunst in de Klas, Teatro de la Maestranza, OperaVision) sammelte sie zusätzliche Praxiserfahrung. Als Regieassistentin war Loïs an Produktionen der Dutch National Opera, der Berlin Opera Academy und am Badischen Staatstheater Karlsruhe beteiligt. Ihr nächster Schritt führt sie im Herbst 2025 als Regieassistentin an La Monnaie in Brüssel. Eigene Uraufführungen hat sie in Großbritannien, Belgien und den Niederlanden realisiert, darunter Macht.Sie.Tod, Crazì for tutti (Oper), Duet met een Dode (Theater) und Vos Reynaert, de Flierefluyter (Musical).
Alfonso Ibáñez
geboren 1994, ist ein interdisziplinärer Künstler, dessen Weg von der Geige und dem Klavier zur Bildenden Kunst führte. Seine musikalische Ausbildung begann im Jugend-Orchester des Bundesstaates Veracruz in Mexiko und ließ ihn am Richard Wagner Konservatorium in Wien diplomieren. Dieses Wissen bringt er heute in seine visuellen Kreationen ein. Nach langjähriger Erfahrung in Orchestern und als Korrepetitor, entdeckt er nun im Studium der Bühnengestaltung an der Akademie der bildenden Künste Wien seine Leidenschaft für Oper und Musiktheater aus einer neuen Perspektive. Alfonso hat eine besondere Vorliebe für die Inszenierung von inneren Landschaften, die er durch symbolische Architektur zum Ausdruck bringt. Sein Debüt als Bühnenbildner gibt er im Rahmen von RIWA26 mit Haus Wahnsinn.
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